Solar statt so lala

Oberstdorfer Grüne wollen die Sonne stärker nutzen

Oberstdorf – Grün bedeutet geeignet für Solarenergie – rot ungeeignet. Auf dem Solar-Katasterplan für Oberstdorf leuchten ca. 80% Prozent der Dächer grün. Hier könnte also umweltfreundlich Solarenergie erzeugt werden. Für Rudi Kaiserswerth von den Oberstdorfer Grünen sind hier – entsprechend des Katasterplans – 95% der Kapazitäten ungenutzt.
Für den Energiefachmann und Spitzenkandidaten der Kreistagsliste Sebastian Hartmann ist das Ziel, dass der Landkreis seinen Energiebedarf in naher Zukunft aus eigenen Quellen deckt. Dabei sieht er im Oberallgäu noch eine Menge Handlungsbedarf auf allen Ebenen – vor allem bei der Wind- und Solarenergie. Auch er verweist dabei auf den Energie-Masterplan des Landkreises. Die Anreize, PV-Anlagen auf die Dächer zu bauen, müssten größer werden. Beim Wärmeverbrauch müsse man durch Dämmung von dem derzeit hohen Verbrauch runter.
Landratskandidatin Christina Mader stellte die 10 Klimapunkte der Oberallgäuer Grünen auf dem Weg zum klimaneutralen Landkreis vor. Sie sehen  unter Anderem den Ausbau des ÖPNV, die Förderung der Solarenergie, mehr Bio-Landwirtschaft und der Renaturierung der Moore als CO2-Speicher vor. „Da müssen die Kommunen mit ins Boot.“, so Mader.
Fazit der Grünen bei der gut besuchten „Solar statt so lala“ Veranstaltung in Oberstdorf: Der Masterplan ist eine hervorragende Basis für eine zukunftsfähige Klimapolitik. Er schlage 13 Maßnahmen für Oberstdorf vor, die eigentlich nur umgesetzt werden müssen, so Kaiserswerth. Insbesondere müsste die Gemeinde bei ihren eigenen Liegenschaften mit gutem Beispiel vorangehen. Gemeinderätin Bergith Hornbacher-Burgstaller sieht Versäumnisse in der Vergangenheit, weil der amtierende  Bürgermeister an diesen Themen kaum Interesse zeige.
Architekt Klaus Noichl riet, sich beim Bauen nach der Sonne zu richten. Auch Massivbauweise aus heimischem Holz spare Energie und speichere dazu noch CO2. Man müsse bei jedem Gebäude genau hinschauen, was je nach Standort und Dachneigung zur Nutzung der Solarenergie die optimale Lösung ist. So seien auch senkrechte Elemente an der Fassade Lösungsmöglichkeiten.
Den Solar-Katasterplan kann man über die Homepage des Landratsamtes abrufen.

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