„Ein Kleinod und ein mustergültiges Beispiel für gelungenen Denkmalschutz“

Denkmalschutzpolitische Sprecherin der Grünen besucht Villa Jauss und Haus Bonatz.

Die Oberstdorfer Grünen hatten die Landtagsabgeordnete Dr. Sabine Weigand nach Oberstdorf eingeladen, um mit ihr an praktischen Beispielen das Thema Denkmalschutz zu erörtern. Die Historikerin und Autorin ist denkmalschutzpolitische Sprecherin der Landtags-Fraktion und für Wissenschaft und Kunst zuständig. Mitglied des Landtags ist sie seit dem November 2018.
Irmela Fischer und Wilhelm Geierstanger führten die Abgeordnete durch die Villa Jauss und die aktuelle Kunstausstellung und informierten sie über die Geschichte des Gebäudes. Die 1885 vom Braumeister Melchior Jauss aus Seeg im Allgäu als Wohnhaus erbaute Villa befindet sich im Oberstdorfer Fuggerpark. Architektonische Vorbilder für das mit blockbauähnlichem Fundament aus Stein und einen Holzschirm errichtete Gebäude waren Häuser in Bozen. Die 1997 gegründete „Initiative Villa Jauss e.V.“ renovierte mit Hilfe der Gemeinde das  enorm sanierungsbedürftige Gebäude und baute es zu einer Stätte der Kultur aus. Seither finden hochkarätige Ausstellungen statt und es werden auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen abgehalten. Weigand zeigte sich begeistert von der Architektur und wie das Haus mit kulturellem Leben erfüllt wird. „Ein Kleinod und ein mustergültiges Beispiel wie guter Denkmalschutz funktioniert“, so die Abgeordnete.
Die nächste Station war das Haus Bonatz im Ortsteil Kornau. Erbaut wurde es 1936 von dem renommierten Stuttgarter Architekten Paul Bonatz (1877-1956) als Ferienhaus und als Zufluchtsstätte während des 2. Weltkrieges für seine Familie. Bonatz war u. A. der Architekt des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Danach bewohnte es der Heimatdichter Arthur Maximilian Miller. Heute dient es als Gedenkstätte für beide, verknüpft mit wechselnden Ausstellungen sowie kleineren Konzerte, Lesungen etc.. Der Heimatdichter Arthur Maximilian Miller (1901-1092) arbeitete seit 1938 als Lehrer in Kornau bei Oberstdorf. Heute ist das Dichterhaus im Besitz des Bezirkes Schwaben, der hierfür eine Stiftung ins Leben gerufen hat. Bereut wird es ebenfalls von den Ehrenamtlichen der Villa Jauss Initiative. Auch hier zeigte sch Weigand sehr angetan von der Architektur, der Einrichtung und der schönen Lage. Vor allem zollte sie den Ehrenamtlichen der Kulturinitiative Anerkennung, wie sie sich um den Erhalt der Denkmäler verdient machen. Weigand trug sich in das Gästebuch ein und erhielt von der Vorsitzenden Angelika Blüml ein Buch des Heimatdichtes Miller. Das Fazit der Abgeordneten: „Die beiden Häuser sind nicht nur aus denkmalsschützerischer Sicht eine Reise nach Oberstdorf wert“.

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