Skitourismus – ein Auslaufmodell?

(Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay)

Im ZDF wird am Sonntag der Beitrag ‚Das Geschäft mit dem Winter‘ ausgestrahlt, der sich mit dem ungebremsten Ausbau der Skigebiete befasst.

Auch Thomas Frey vom Bund Naturschutz kommt zu Wort: „Trend ist, dass fast alle Lifte durch Neubauten mit einem Vielfachen an Kapazitäten ersetzt werden“. Das ist ja – wie die Beispiele Söllereckbahn und Nebelhornbahn zeigen – auch bei uns der Fall. Im Beitrag wird festgestellt, dass der durch das Skifahren angerichtete Klimaschaden zu 1/3 von der Infrastruktur in den Skigebieten und zu 2/3 durch die Anfahrt mit dem Auto verursacht wird.

Das verwundert nicht, denn derzeit werden in den Bayerischen und Allgäuer Alpen 122 Straßen ausgebaut. Autobahnen sind bereits vielfach sechsspurig und Landstraßen werden – wie die B12 vor unserer Haustüre – vierspurig ausgebaut. So können noch mehr Menschen in noch kürzerer Zeit in die Alpenregion kommen und der ÖPNV wird dabei immer unattraktiver. Richtig wäre den ÖPNV massiv auszubauen und den Autoverkehr z.B. durch reduzierte Parkflächen unattraktiver zu machen.

Im Film wird auch das Thema Beschneiung kritisch hinterfragt. Derzeit gibt es im Alpenraum 82 000 Schneekanonen die mit Wasser aus Speicherbecken und wohl zunehmend auch aus Trinkwasserreservoirs versorgt werden.

Es wäre an der Zeit – wie am Beispiel Ramsau im Film gezeigt – alternative Konzepte für einen natur- und klimafreundlichen Tourismus zu entwickeln. Zumindest im bayerischen Wirtschaftsministerium scheint man davon noch weit entfernt zu sein.

Übrigens: wer auf kleinen Geräten wie Smartphones den Beitrag anschaut, der kann die Übertragungsrate über das kleine Zahnrad um 30 % herabsetzen ohne auf etwas verzichten zu müssen. Auch kleine Beiträge tragen was zum Energiesparen bei!

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