Grüne bringen „Mobilität-Bürgerkarte“ zur Stärkung des ÖPNV ins Spiel

DieOberstdorfer Grünen begrüßen ausdrücklich, dass für Übernachtungsgäste nach vielen Jahren endlich die örtlichen Buslinien in der Kurtaxe enthalten sind. Sie bedanken sich hier besonders bei Bürgermeister Klaus King für dessen Einsatz und die schnelle Umsetzung. 

Für die Grünen wird es nun Zeit, dass auch die Einheimischen verstärkt in den Genuss eines günstigen Busangebotes kommen. Zumal die Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürger seit vielen Jahren gegenüber den Urlaubern hier ein Stück benachteiligt wurden. So konnten Einheimische z. B. nie das günstige Urlauberticket erwerben. Zwar gibt es die bewährte Bürgerkarte, die allerdings – aus Sicht der Grünen – nur bedingt tauglich ist, da sie durch den Einschluss der Bergbahnen und anderer Attraktionen nicht ganz billig ist. „Die Bürgerkarte ist eine gute und bewährte Sache. Wir sollten aber auch an die denken, die keine Bergbahnen, sondern nur den ÖPNV nutzen wollen. Für diese ist die Bürgerkarte mit 218 Euro jährlich zu teuer und unattraktiv“, erklärte Ortssprecher Simon Wiesinger. Die Grünen können sich darum eine abgespeckte Bürgerkarte vorstellen – eine Mobilitäts-Bürgerkarte. Es dürfte wohl technisch kein Problem sein unterschiedliche Pakete auf die Karte aufzuspielen. Die Grünen stellen sich darum neben dem bestehenden Gesamtpaket eine günstige Jahreskarte vor, die dazu berechtigt das Busangebot innerhalb der Gemeindegrenzen und im Kleinwalsertal zu nutzen. Ganz kostenlos muss für die Grünen der Busverkehr nicht sein, da sich die Gäste ja über den Kurbeitrag mit an den Kosten beteiligen.

„So könnten wir den Forderungen die Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürgern nach einem preiswerten Busangebot gerecht werden und gleichzeitig den Autoverkehr reduzieren. Wenn der Landkreis nicht in die Gänge kommt mit einem attraktiven Tarifangebot, müssen wir zumindest vor Ort das tun, was möglich ist“, so die dritte Bürgermeisterin Bergith Hornbacher-Burgstaller. Die Umsetzung sollte zeitnah geschehen, aber erst wenn das bundesweite 9 Euro-Ticket im Herbst abgelaufen ist.  

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