Baumpflanzung zu Ehren von Joseph Beuys

Seit Mittwoch, den 12.10.2022 steht südlich der Villa Jauss ein Tulpenbaum mit einer Basaltstele daneben. Oberstdorf ist damit Teil des Projekts EICHENPFLANZUNG ZU EHREN VON JOSEPH BEUYS – “. . . denn wir wollen die Pflanzaktion ja nie mehr beenden!” Joseph Beuys, in Anlehnung an die von Joseph Beuys zur documenta 7 1982 in Kassel initiierten Kunstaktion „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“.

Die Stiftung DASMAXIMUM in Traunreut ehrt den Künstler und sein Werk seit 2015 mit diesem Projekt. Anlässlich seines 100. Geburtstages im Jahr 2021 entstand die Idee das Projekt zu erweitern und bayernweit zu pflanzen. Insgesamt sollen 64 Basaltsteine – einer für jedes Lebensjahr des Künstlers – gemeinsam mit einem Baum gepflanzt werden. In Oberstdorf ist es die 38. Pflanzung.

Das Projekt an der Villa Jauss wurde von der Initiative Villa Jauss e.V. gemeinsam mit DASMAXIMUM Traunreut (Dr. Maria Schindelegger, Lothar Müller), der Marktgemeinde Oberstdorf (1. Bürgermeister Klaus King, Thomas Kretschmer) / Kommunale Dienste (Mathias Stein mit Team) und Tourismus Oberstdorf (Frank Jost, Petra Genster) umgesetzt, initiiert von Bergith Hornbacher-Burgstaller (unsere 3. Bürgermeisterin und Ortssprecherin) und Wilhelm Geierstanger (Villa Jauss), dankenswerterweise finanziert durch private Spenderinnen und Spender aus Oberstdorf.

Wir sind nun Teil einer „Sozialen Plastik“, die Beuys so wichtig war. Wir zeigen, dass uns Bäume wichtig sind und dass wir gemeinsam zum Wohl der Gemeinschaft beitragen wollen. Und wir handeln ganz im Sinne von Melchior Jauss, dem Erbauer der Villa, der u.a. hier im Fuggerpark die Bäume pflanzen ließ.
Jeder Baum zählt – er leistet seinen Beitrag für unser Überleben! Deshalb pflanzen statt abholzen!

Baum und Stele bilden ein Gegensatzpaar: der Baum steht in diesem Sinne als etwas Organisches, stets wachsendes, in den Himmel Strebendes und verbindet die Erde mit dem Himmel. Der Stein als millionenaltes starres Urgestein, welches einmal Lava war, kommt aus der Vergangenheit. So soll hier die Vergangenheit mit der Zukunft verbunden werden. Zu Beginn der Aktion bildet der Stein eine Art Wächter über den Baum, aber im Laufe der Zeit soll der Baum den Schutz für den Stein symbolisieren. Sie bleiben in Verbindung.

Wir haben im gemeinsamen Austausch das Projekt entwickelt, auch gemeinsam gegraben und gepflanzt. Es ist ein Leuchtturmprojekt für Oberstdorf, das zeigt, dass es jenseits gewohnter Fraktionierungen auch gemeinsam gehen kann: Kultur mit Politik, Gemeinde, Oberstdorfer Bürgern und Gäste. So sollten wir weitermachen!

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