Wohnungsnot führt zu Arbeitskräftemangel.

Die Bedienungstheke im Supermarkt früher geschlossen, 4 Tage-Woche im Kindergarten und vermehrt reduzierte Öffnungszeiten bei Dienstleistungsbetreiben. Für die Oberstdorfer Grünen hängt der Personalmangel auch mit dem Fehlen von bezahlbarem Wohnraum zusammen. „Der Mangel an günstigen Wohnungen führt zu Arbeitskräftemangel in der Marktgemeinde. Gastronomie, Hotellerie und Handel klagen seit Jahren kontinuierlich, dass sie für ihre Mitarbeiter*innen nur schwer oder gar keine Wohnungen finden“, so die Dritte Bürgermeisterin Bergith Hornbacher-Burgstaller: „Das Thema muss auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Oberstdorf muss schon im eigenen Interesse hier stärker aktiv sein. Es geht dabei auch um die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde.“ Was in den letzten Jahren an kommunalen Wohnraum verbessert und geschaffen wurde ist gut, aber für die Grünen letztendlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Darum muss für sie das Projekt am Trettachkanal energisch vorangetrieben und auch über alternative Wohnprojekte wie genossenschaftliches Wohnen diskutiert werden. Die Attraktivität einer Gemeinde hänge – neben anderen Gesichtpunkten – auch stark mit der Wohnsituation zusammen.