Bei den Oberstdorfer Grünen gehen immer wieder Beschwerden wegen der unübersichtlichen Tarifstruktur im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein. Deutschland-Ticket, Bayern-Ticket, Oberallgäu-Ticket, Angebote für Urlauber, Bürgerkarte – kaum jemand kann sich genau merken, welches Ticket wo und wie weit es gilt“, so Heinrich Bonert vom Ortsvorstand.
Ein aktueller Fall: Ein Fahrgast wurde am Oberstdorfer Bahnhof auf der Linie 1 von Oberstdorf ins Kleinwalsertal abgewiesen, obwohl er nur auf deutschem Gebier mit dem Oberallgäu-Ticket fahren wollte Dies gilt nach Angaben der RVA bis zur Walserschanze wo dann das österreichische Staatsgebiet beginnt. „Wir machen den Busfahrern und -fahrerinnen keinen Vorwurf – das Problem ist der Tarifdschungel in dem sich sowohl Fahrgäste wie auch das Personal verirren“, so die 3. Bürgermeisterin und Ortssprecherin der Grünen.
Da vorerst auch ein Allgäuer Tarifverbund gescheitert ist, sehen die Grünen wenig Hoffnung zeitnah ein übersichtliches Tarifsystem zu bekommen. Die Fortschritte beim ÖPNV gehen für sie seit Jahren nur im Schneckentempo voran, weil es am politischen Willen fehle. Die Oberstdorfer Grünen begrüßen darum den Vorstoß der Grünen-Kreistagsfraktion, sich dem Münchner Verkehrsverbund (MVV) anzuschließen. „Das ist zwar ein bisschen weit weg aber momentan wohl die aussichtsreichste Lösung zu einem einheitlichen Tarifsystem zu kommen“, so Hornbacher-Burgstaller.